26 | 09 | 2017

Erfolgreiches Integrationsprojekt Jugendfeuer Norden

Aussiedlerkinder mit Begeisterung dabei

Im Bereich der Stadt Norden haben sich im Laufe der vergangenen Jahre sehr viele Aussiedlerfamilien niedergelassen, was die Politik veranlasste, verschiedene Integrationsmodelle zu schaffen. So entstand die Idee,diesem Personenkreis den Zugang zur Feuerwehr bzw. Jugendfeuerwehr zu erleichtern.

Im Sommer 2002 wurden im Rahmen des Integrations- und Präventionsprogramms die ersten vier Aussiedlerkinder in die Jugendeuerwehr Norden aufgenommen. Seitdem wendet sich die Jugendfeuerwehr jedes Jahr gezielt unter anderem über die Schulen an die deutsch-russischen Jugendlichen und schaffte es auch 2003, wieder zwei neue Jugendliche zu gewinnen.

Da gute Erfahrungen auf beiden Seiten gemacht wurden, soll diese Aktion jährlich wiederholt werden, um auch anderen Ausiedlerkindern die Integration zu ermöglichen. So wurde vor kurzem ein Integrationsfest für Aussiedler durch den Präventionsrat der Stadt Norden organisiert. Teilgenommen hat die Jugendfeuerwehr Norden mit einer Präsentation ihrer Aktivitäten und konnte u.a. ihre eigene Integrationsarbeit vorstellen.

Interessierte Aussiedlerkinder werden zusätzlich in die Jugendfeuerwehr aufgenommen, wozu extra der Stamm aufgestockt wurde, obwohl auf der normalen Warteliste noch über 30 Kinder stehen, die gerne Mitglieder der Jugendfeuerwehr werden möchten.

Heute ist feststellbar, das sich die mittlerweile sechs Aussiedlerkinder voll in die Gemeinschaft eingebunden haben und sich hier sehr wohl fühlen. Von den anderen JF-Mitgliedern wurden sie ohne Wenn und Aber aufgenommen. sie haben ebenso wie ihre deutschen Kameradinnen und Kameraden erfolgreich an DLRG-Lehrgängen teilgenommen, sind in der Wettbewerbsgruppe aktiv und legten erfolgreich die Jugendflamme Stufe I, eine Prüfung als Bildungsnachweis in der Jugendfeuerwehr ab. Eines der Kinder wurde auf der letzten Jahresidenstversammlung sogar mit dem Wanderpokal für die höchste abgeleistete Stundenzahl ausgezeichnet. Erst im Juni dieses Jahres wurde einem dieser Jugendlichen gemeinsam mit seinen Kameraden nach erfolgreich abgelegten Prüfunge die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr und damit die höchste Auszeichnung für JF-Mitglieder verliehen.

Mit diesem beispielhaften Projekt ist es der Jugendfeuerwehr Norden gelungen, das Miteinander und gegenseitige Verständnis zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen zu fördern. Damit leistet sie einen nicht unerheblichen Beitrag an der Integrations- sowie auch an der Präventionsarbeit in der Stadt.

 

Innenminister Bartling besucht Jugendfeuerwehr

Integration von jungen Aussiedlern

Norden. Drei Jungen im Alter von 12-14 Jahren haben sich entschlossen, in die Jugendfeuerwehr einzutreten und beginnen heute mit Ihrem Dienst für die Sicherheit der Bürger in ihrer Stadt.

Die erforderliche Kleidung und Ausrüstung wurde Ihnen durch Frau Bürgermeisterin Schlag im Beisein des Niedersächsischen Innenministers Bartling, Vertretern der Feuerwehr und der Stadtverwaltung Norden auf dem Gelände der Feuerwehrzentrale in Norden übergeben.

Damit wurde ein erstes Projekt des von dem Polizeikommissariat Norden und dem Fachdienst Bürgerdienste und Sicherheit initiierten Arbeitskreises für Sicherheit in der Stadt Norden abgeschlossen.

Dieser Arbeitsgruppe gehören daneben Vertreter der Schulen, dem Jugendamt, den Kirchen, des DGB, der Sportvereine und der Feuerwehr an. Die Zusammensetzung und Ziele der Gruppe decken sich mit denen, der bereits in verschiedenen Kommunen gegründeten Präventionsräte.

Die Integration von Aussiedlern gehört auch zu den Tätigkeitsfeldern dieser Netzwerke innerer Sicherheit.

Da der Besuch des Innenministers des Landes dem Zweck diente, sich über den Stand der Sicherheitsarbeit derartiger Netzwerke zu informieren, wurde auch die Jugendfeuerwehr Norden in das Besuchsprogramm aufgenommen.

Der Arbeitskreis Sicherheit hatte die Jugendfeuerwehr für ein erstes Integrationsprojekt vorgeschlagen, weil hier eine ausgezeichnete Betreuung und eine gute Kameradschaft ein ideales Umfeld für die Eingliederung junger Menschen aus den ehemaligen GUS-Staaten bilden und sie gleichzeitig ihre Bereitschaft besonders gut verdeutlichen können, sich auch in den Dienst der Allgemeinheit in ihrer neuen Heimat zu stellen.