25 | 11 | 2017

Norder Integrationstage – Zusammenfassung –

Miteinander-Füreinander, so lautete das diesjährige Motto der zweiten
„Norder Integrationstage“.

 

Am 21. und 22. August 2009 luden die Stadt, der Präventionsrat sowie das
Sozialwerk Nazareth zu einer Integrationsveranstaltung ein.

 

Viele Stellen der Stadt, darunter Schulen, Vereine sowie zahlreiche Einrichtungen,
machten mit und unterstützten als Kooperationspartner die beiden Integrationstage.
„Miteinander und füreinander“ unter diesem Motto hofften sich die Initiatoren
gemeinsam mit vielen Beteiligten neue Impulse durch das Integrationsfest.
In der Stadt sollte es spürbar und sichtbar sein, dass Menschen unterschiedlicher
Herkunft nicht nur willkommen sind, sondern ein bereichernder Teil unserer
Gesellschaft.


Vorträge, Sport, Spiele, internationale Speisen sowie ein Kabarett-Abend füllten das
zweitägige Programm.
2004 stand zum ersten Mal das Miteinander der Kulturen im Fokus der Stadt Norden.
Veranstalter war der Präventionsrat der Stadt Norden.

 

Zum Auftakt am Freitagvormittag wurde für die Norder Schulen ein Theaterstück
aufgeführt. Die Schüler sahen eine Liebesgeschichte, in der es um Integration und
Toleranz ging.
Am Freitagabend erfolgte die offizielle Eröffnung im Forum der Norder
Kreisvolkshochschule.
Die Bürgermeisterin Barbara Schlag und Dr. Arndt Grupe vom Sozialwerk Nazareth
eröffneten die Norder Integrationstage.

 

Frau Honey Deihimi, die Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen und Herr
Bernd Tobiassen als Integrationsbeauftrager des Landkreises Aurich referierten im
Anschluss zum Thema Integration/Migration in Deutschland.
Der ehemalige vietnamesische Flüchtling, Herr Thai Van Anh, berichtete von seinen
Erlebnissen als Flüchtling und seinen Integrationserfahrungen in Norden.

 

Am Samstag folgte das Integrationsfest im Garten und Forum der
Kreisvolkshochschule.
Sportdarbietungen, internationale Speisen zum Probieren, ein Seifenkistenrennen,
eine Hüpfburg, Schminken und Musikuntermalung standen auf dem Programm.
Im Forum der KVHS konnten die Besucher eine Ausstellungsmeile besichtigen.

 

Gerade im Sport wird Integration gelebt. Unterschiedliche Nationen kommen
zusammen. Auch an diesem Tag interessierten sich „Jung und Alt“ für ein
Boxtraining, den Karatesport den Kinderzirkus oder die Judo-Gemeinschaft.

 

Exotische Düfte und Gewürze lockten die Gäste an die unterschiedlichsten Stände.
Afrikanisches Gebäck, indische Teigtaschen oder türkische Lahmacun wurden
beispielsweise angeboten.

 

Schüler und Schülerinnen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Sozialpflege
verkauften alkoholfreie Cocktails.

 

Es gibt bereits viele Projekte, die das Misstrauen untereinander abbauen sollen.
So präsentierte eine Norder Hauptschule ein bereits erfolgreiches Schulprojekt.

 

Den Abschluss am Samstagabend gestaltete Lilia Tetslau auf der Bühne mit einem
Kabarett.
Sie verließ vor 20 Jahren Russland und kam als Aussiedlerin nach Deutschland.
Heute lebt sie in Hannover.

 

Sie fand deutliche Worte zu politischen Entscheidungen und den Gefühlen einiger
Aussiedlern in Deutschland.

 

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung mit Theater, Information, Integrationsfest,
Kabarett und internationaler Küche.
Die Veranstaltung erfuhr eine finanzielle Förderung durch die Landesregierung.
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Darüber hinaus bot der Präventionsrat Norden in Zusammenarbeit mit dem
Hotelrestaurant „ Möwchen“, der Jugendförderung des Landkreises Aurich, der
Conerusschule Norden und dem Sozialwerk Nazareth als Anschlussveranstaltung der
Integrationstage eine
internationale Koch AG
an.
So wurden am 22.10.09 sowie am 29.10.09 Kochveranstaltungen in der
Conerusschule durchgeführt.
Das gemeinsame Zubereiten und Verspeisen bot die Gelegenheit, sich auszutauschen
und sich kennenzulernen.

 

Grundgedanken:
Die Vielfalt der Menschen zeigt sich oft durch Esskulturen und Gewohnheiten
• Essen ist Kommunikation und Aktion
• Essen ist existenziell und spricht Sinne an
• Kochen erfordert Offenheit und Toleranz
• Das gemeinsame Zusammenspiel von Gewürzen und Gemüsen erweitert die
  Kreativität
• Essen verbindet

 

Anhand der unterschiedlichen Esskulturen und Gewohnheiten von Menschen und
Völkern wurden durch begleitende Kochveranstaltungen Kontakte zwischen
Einheimischen und Bürgern mit Migrationshintergrund geschaffen.
Wir schafften eine Angebotsreihe, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft mit
einem erfahrenen Chefkoch des Hotel/Restaurant „ Möwchen“ unterschiedliche
internationale Speisen und Essensgewohnheiten ausprobieren und selber kochen
konnten.
Durch das gemeinsame Herstellen der Speisen, traten alle in einen Austausch.

 

Ziele:
• Wir schaffen durch das gemeinsame Kochen unter Anleitung von Köchen das
Überwinden von Schranken und Vorurteilen.
• Herstellen von persönlichen Kontakt untereinander
• Sprachbarrieren können durch das gemeinsame „Tun“ überwunden werden

 

Auch spendeten die Mitwirkenden bei den Kochveranstaltungen einen
ansehnlichen Geldbetrag, der für eine Sportveranstaltung für Jugendliche mit
und ohne Migrationshintergrund im Frühjahr verwendet werden soll.

 

Weitere Kochveranstaltungen finden derzeit unter der Leitung des Jugendhauses der
Stadt Norden in Zusammenarbeit mit dem Jugendcafe der Ev. -luth. Ludgeri
Kirchengemeinde statt.